Am 04.03.2013 um 19.00 Uhr wurde auf der Gemeindevertretersitzung Rieps die Planung eines Windparks vorgestellt. Am selben Tag zur selben Stunde informierten auch die Gemeindevertretersitzungen in Thandorf und Schlagsdorf über das Projekt.
Protokoll Rieps >
Protokoll Schlagsdorf >

Durch einen Windpark zwischen Rieps, Thandorf und Schlagresdorf würde das Umfeld stark verändert, sowohl im Positiven als auch im Negativen. 

ursprüngliche Planung

Ursprüngliche Planung

Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass der geplante Standpunkt eher kritisch zu sehen ist:
Drei Seiten werden vom EU-Vogelschutzgebiet umschlossen, auf der der vierten Seite liegt Rieps.

 
Fledermäuse und  Vögel (z. B. der Rote Milan, für dessen Bestand Deutschland eine besondere Schutzverantwortung hat) werden auch zukünftig nicht um die Ecke fliegen.
 

Für die Menschen in Rieps läge der Windpark im Süd-Westen, genau dort, wohin sie ihre Terrassen ausgerichtet haben. Diese Häuser wurden jahrelang als Alterssicherunng abbezahltdurch den geplanten Windpark hätten sie kaum noch Verkaufschancen.

Am 17. März 2013 hat sich eine lose Gruppe von Anwohnern zur Interessengemeinschaft Windkraft zusammengefunden. Es handelt sich weder um einen Verein, noch um eine Bürgerinitiative, sondern einfach um einen Kreis von interessierten Bürgern,  die recherchieren, sich gegenseitig informieren, sowie Termine und Planungsstände offenlegen. Vor allem geht es darum,  die negativen Auswirkungen einer solchen Anlage so klein wie möglich zu halten oder bestenfalls verhindern.

Sprecher sind:
Sandra Strehle-Pollheim – 0176 65657067 – sandrastrehle@gmx.de
Manfred Sosnowski – 038873 20953 – Sosnowski.mui@web.de
Maren Winter – 038873 33550 – info@maren-winter.de

Mail an die Interessengemeinschaft:
windkraft-rieps@animis.de


 
In der Sitzung am 14. Mai, wollte die Gemeindevertretung positiv über die Mitwirkung am geplanten Windpark entscheiden.

Daher entschloss sich die Interessengemeinschaft diesen Entscheid vorerst zu verhindern.
Der Bau eines Windparks dieser Größenordnung  übersteigt in seinen Auswirkungen auf Natur und Landschaftsbild, auf Lebensqualität und Werterhaltung die üblichen Entscheidungen einer Gemeindevertretung. In diesem Fall sollten die Anwohner mittels Bürgerentscheid direkt mitbestimmen können.

Am 07. Mai 2013 übergab die IG Windkraft Rieps den Gemeindevertretern einen Packen mit Unterschriften: Mehr als 60 %  der Wahlberechtigten hatten unterschrieben und deutlich gemacht, dass sie dem geplanten Windpark kritisch gegenüberstehen. Auch in den Nachbargemeinden sprach sich ein großer Teil der Bevölkerung gegen einen Windpark aus.


 

Um direkt mitentscheiden zu können, bildete sich aus der Interessengemeinschaft die „Wählergruppe Frischer Wind“ (WFW), die nun seit 2014 zwei Vertreter in der Gemeindevertretung stellt.


 
Inzwischen hat sich die Gesetzeslage geändert und es ist unerheblich geworden, ob sich eine Gemeinde für oder gegen einen Windpark ausspricht.
In Windenergieeignungsgebieten darf gebaut werden – solange im geforderten Genehmigungsverfahren (BImSchG) nichts dagegen spricht.

Offenbar spricht einiges dagegen …
So sind Anfang 2019 von den einst geplanten 8 WEA nur noch 6 übriggeblieben.
Bei der öffentlichen Auslegung fehlten Dokumente und der UVP-Bericht >> war lückenhaft.

Ab diesem Zeitpunkt werden die Vorgänge unter Windpark Aktuell dokumentiert >>